Feng Shui im Schlafzimmer: 5 Dinge, die deinen Schlaf unbewusst beeinflussen
- Olivia Vogel

- 14. Juli
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Tagen
Das Schlafzimmer ist einer der wichtigsten Räume in unserem Zuhause. Wir verbringen viele Stunden unseres Lebens darin und trotzdem bekommt dieser Raum bei der Einrichtung oft erstaunlich wenig Aufmerksamkeit.
Das Bett passt an diese Wand, dort hat es noch Platz für einen Schrank und irgendwo kommt noch eine Kommode hin. Fertig.
Aus Sicht des Feng Shui lohnt es sich jedoch, genauer hinzuschauen. Denn gerade wenn wir schlafen, möchten wir zur Ruhe kommen, loslassen und uns sicher fühlen. Die Gestaltung und Positionierung unseres Schlafzimmers kann einen grossen Einfluss darauf haben, wie wir einen Raum wahrnehmen und wie gut wir darin abschalten können.
Dabei geht es nicht darum, dein komplettes Schlafzimmer nach irgendwelchen starren Feng-Shui-Regeln umzugestalten. Oft sind es kleine Dinge, die einen Raum bereits deutlich ruhiger und angenehmer wirken lassen.

1. Die Position deines Bettes
Einer der wichtigsten Punkte im Feng Shui ist die Position des Bettes.
Idealerweise steht das Kopfteil an einer stabilen Wand. Gleichzeitig ist es angenehm, wenn du vom Bett aus die Tür sehen kannst, ohne direkt in einer Linie mit ihr zu liegen.
Warum?
Unser Körper nimmt seine Umgebung auch dann wahr, wenn wir nicht bewusst darüber nachdenken. Eine stabile Wand hinter dem Kopf vermittelt Schutz und Halt. Wenn wir gleichzeitig sehen können, wer den Raum betritt, müssen wir uns nicht ständig unbewusst orientieren.
Ein Bett mitten im Raum, direkt unter einem Fenster oder mit dem Rücken zur Tür kann deshalb ganz anders auf uns wirken als ein Bett, das einen geschützten Platz im Raum bekommt.
Natürlich lässt sich die ideale Position nicht in jedem Grundriss umsetzen. Feng Shui bedeutet für mich deshalb nicht, Regeln blind zu befolgen, sondern die bestmögliche Lösung für den vorhandenen Raum und die Menschen darin zu finden.
2. Dein Arbeitsplatz gehört wenn möglich nicht ins Schlafzimmer
Seit Homeoffice für viele Menschen normal geworden ist, stehen Schreibtische und Laptops häufig direkt neben dem Bett.
Manchmal lässt sich das aufgrund der Wohnsituation nicht anders lösen. Wenn du jedoch die Wahl hast, würde ich Arbeiten und Schlafen räumlich voneinander trennen.
Dein Schlafzimmer soll deinem Körper signalisieren, dass du hier loslassen darfst.
Wenn dein Blick vom Bett direkt auf deinen Laptop, deine To-do-Liste oder einen Stapel Arbeitsunterlagen fällt, bleibt die Energie des Tages gewissermassen im Raum.
Falls dein Arbeitsplatz zwingend im Schlafzimmer stehen muss, kannst du versuchen, ihn am Abend optisch verschwinden zu lassen. Räume deine Unterlagen weg, schliesse den Laptop und schaffe wenn möglich eine räumliche Trennung.
Schon ein kleines Ritual kann dabei helfen, aus dem Arbeitsmodus auszusteigen.

3. Achte auf Licht, Farben und Materialien
Ein Schlafzimmer muss nicht beige sein, um nach Feng Shui eingerichtet zu sein.
Viel wichtiger ist die Frage, wie Farben auf dich wirken.
Kräftige Farben, starke Kontraste und sehr aktive Muster können einen Raum lebendig machen. Im Schlafzimmer wünschen wir uns meistens das Gegenteil. Wir möchten herunterfahren.
Ruhigere Farbtöne, natürliche Materialien, angenehme Stoffe und verschiedene indirekte Lichtquellen können dabei helfen, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen.
Gerade beim Licht würde ich darauf achten, nicht nur eine helle Deckenleuchte zu verwenden.
Mehrere kleinere Lichtquellen machen einen Raum meistens deutlich weicher und gemütlicher.
4. Spiegel im Schlafzimmer
Kaum ein Thema sorgt beim Feng Shui für so viele Diskussionen wie Spiegel im Schlafzimmer! Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass Spiegel dort grundsätzlich verboten seien. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Entscheidend ist vor allem, wo sich der Spiegel befindet und was er reflektiert.
Wenn du nachts im Halbschlaf deine eigene Bewegung im Spiegel wahrnimmst oder dein Bett direkt gespiegelt wird, kann das Unruhe erzeugen. Auch ein Spiegel gegenüber einer Tür oder eines sehr unruhigen Bereichs verstärkt genau diesen Eindruck optisch.
Ein gut platzierter Spiegel kann hingegen durchaus funktionieren.
Wie so oft im Feng Shui geht es nicht um ein pauschales Verbot, sondern darum, den gesamten Raum zu betrachten.
5. Nicht nur die Bettposition zählt. Radiästhesie und der richtige Schlafplatz
Bei der Wahl des Schlafplatzes schaue ich im Feng Shui nicht nur darauf, wo das Bett im Grundriss am besten steht. In meiner Arbeit beziehen wir auch die Radiästhesie mit ein.
Dabei wird der Raum auf mögliche Störzonen untersucht. Dazu zählen beispielsweise Wasseradern oder bestimmte Erdgitternetze. In der Radiästhesie geht man davon aus, dass solche Bereiche für sensible Menschen insbesondere an Orten relevant sein können, an denen sie sich über viele Stunden aufhalten.
Und genau deshalb ist das Schlafzimmer besonders interessant. Schliesslich verbringen wir jede Nacht mehrere Stunden nahezu am gleichen Ort.
Bei einer Feng-Shui-Beratung kann deshalb überprüft werden, ob sich der Schlafplatz aus radiästhetischer Sicht an einer günstigen Position befindet. Dafür arbeiten wir unter anderem mit Ruten und betrachten anschliessend gemeinsam, ob und welche Anpassungen im Raum sinnvoll sind.
Manchmal kann bereits eine kleine Verschiebung des Bettes eine bessere Lösung ermöglichen. Dabei betrachten wir jedoch nie nur einen einzelnen Aspekt. Die radiästhetische Untersuchung, die Position des Bettes, der Grundriss und die gesamte Gestaltung des Schlafzimmers werden gemeinsam betrachtet.
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Zuhause eigentlich schön eingerichtet ist, sich aber trotzdem nicht ganz stimmig anfühlt, kann eine Feng-Shui-Analyse helfen, genauer hinzuschauen. Gemeinsam betrachten wir deinen Raum, seine Gestaltung und seine Wirkung und finden heraus, welche Veränderungen wirklich zu dir und deinem Zuhause passen.



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