top of page

Kribbeln, verkrampfte Hände oder Tränen. Ist das bei Breathwork normal?

Breathwork kann intensive Erfahrungen auslösen. Vielleicht hast du schon von Menschen gehört, die während einer Session plötzlich Kribbeln in den Händen spüren, sich verkrampfen oder sogar weinen. Das kann beunruhigend sein, vor allem wenn du nicht genau verstehst, was da in deinem Körper passiert. In diesem Beitrag möchte ich dir erklären, warum solche körperlichen und emotionalen Reaktionen bei Breathwork häufig vorkommen und was dahintersteckt. Dabei gehe ich auch auf das Nervensystem ein und warum professionelle Begleitung wichtig ist.

Warum reagiert dein Körper so stark bei Breathwork?


Breathwork ist mehr als nur bewusstes Atmen. Es ist eine Methode, die tief in dein Nervensystem eingreift. Wenn du intensiv atmest, veränderst du den Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt in deinem Blut. Das beeinflusst viele Prozesse in deinem Körper.


Kribbeln und Tetanie, was passiert da?


Das Kribbeln, das du vielleicht in den Händen oder Füssen spürst, hängt oft mit einer sogenannten Tetanie zusammen. Tetanie bedeutet, dass sich Muskeln unwillkürlich verkrampfen. Das kann sich an den Händen zeigen, wenn sie sich verkrampfen oder kribbeln.


Warum passiert das? Wenn du während der Breathwork-Session schneller oder tiefer atmest als normal, verändert sich der Kohlendioxidgehalt und Sauerstoffgehalt im Blut. Kohlendioxid ist wichtig, weil es den pH-Wert im Blut reguliert. Ändert sich der Kohlendioxidgehalt, verändert sich der pH-Wert, und das kann dazu führen, dass sich Kalzium im Blut bindet und weniger frei verfügbar ist. Kalzium ist aber wichtig für die Muskelentspannung. Fehlt es, können sich Muskeln verkrampfen.


Diese Reaktion ist also eine natürliche Folge der veränderten Atmung. Sie ist unangenehm, aber in der Regel ungefährlich, wenn du dich in einer sicheren Umgebung befindest und die Session professionell begleitet wird.


Zittern, Wärme und Kälte


Neben Kribbeln und Muskelverkrampfungen berichten viele Menschen auch von Zittern oder einem Wechsel zwischen Wärme und Kälte. Das liegt daran, dass Breathwork das autonome Nervensystem aktiviert. Dieses steuert viele automatische Körperfunktionen wie Herzschlag, Verdauung und Temperaturregulation.


Während einer intensiven Session kann das Nervensystem in einen Zustand versetzt werden, der einer Stressreaktion ähnelt. Dabei werden Stresshormone ausgeschüttet, die deinen Körper in Alarmbereitschaft versetzen. Das kann sich als Zittern oder als Wärme- und Kältegefühle äussern.


Tränen und emotionale Reaktionen


Breathwork kann auch starke emotionale Reaktionen auslösen. Tränen sind keine Seltenheit. Sie entstehen, weil durch die veränderte Atmung und die Aktivierung des Nervensystems oft unterdrückte Gefühle an die Oberfläche kommen. Das kann Traurigkeit, Erleichterung oder auch Freude sein.


Diese emotionale Reinigung ist ein wichtiger Teil des Prozesses. Sie zeigt, dass dein Körper und dein Geist auf einer tiefen Ebene arbeiten. Auch wenn das manchmal unangenehm ist, ist es meist ein Zeichen dafür, dass du dich öffnest und alte Spannungen loslässt.

Nahaufnahme von Händen, die sich während einer Breathwork-Session leicht verkrampfen

Kribbeln und verkrampfte Hände können während einer Breathwork-Session auftreten.


Was geschieht im Nervensystem?


Das Nervensystem besteht aus zwei Hauptteilen: dem sympathischen und dem parasympathischen Nervensystem. Der Sympathikus ist für Aktivität und Stress zuständig, der Parasympathikus für Ruhe und Erholung.


Breathwork beeinflusst beide Systeme. Durch die bewusste Atmung kannst du den Parasympathikus aktivieren und so für mehr Entspannung sorgen. Gleichzeitig kann die intensive Atmung aber auch den Sympathikus anregen, was zu den beschriebenen körperlichen Reaktionen führt.


Das Ziel ist, das Nervensystem zu trainieren und flexibler zu machen. So kannst du im Alltag besser mit Stress umgehen und schneller in einen entspannten Zustand kommen.


Warum ist professionelle Begleitung wichtig?


Weil Breathwork so tief wirkt, ist es wichtig, dass du die Sessions nicht alleine machst, wenn du neu bist oder intensive Reaktionen erwartest. Ein erfahrener Begleiter kann dich unterstützen, wenn du dich überfordert fühlst oder körperliche Symptome auftreten.


Professionelle Breathwork-Angebote wie meine Breathwork Sessions bieten dir einen sicheren Rahmen. Dort wird auf deine individuellen Bedürfnisse eingegangen und du lernst, wie du mit den Reaktionen umgehen kannst.


Seitenansicht eines ruhigen Raumes mit Meditationskissen und sanfter Beleuchtung

Ein sicherer und ruhiger Raum unterstützt dich bei der Breathwork-Praxis.


Für wen ist Breathwork geeignet und für wen nicht?


Breathwork ist nicht für alle Menschen gleich gut geeignet. Menschen mit bestimmten gesundheitlichen Problemen sollten vorsichtig sein oder ganz darauf verzichten. Dazu gehören zum Beispiel:


  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Epilepsie

  • Psychische Erkrankungen wie schwere Angststörungen oder Psychosen

  • Schwangerschaft (je nach Methode)


Wenn du unsicher bist, sprich mit deinem Arzt oder einem erfahrenen Breathwork-Leiter. Es ist wichtig, dass du dich sicher fühlst und die Methode zu dir passt.


Wie kannst du dich auf eine Breathwork-Session vorbereiten?


Eine gute Vorbereitung hilft, die Erfahrung angenehmer zu machen. Hier einige Tipps:


  • Wähle einen ruhigen Ort, an dem du nicht gestört wirst

  • Trage bequeme Kleidung

  • Informiere dich über die Methode und mögliche Reaktionen

  • Sei offen für das, was kommt, aber setze dir Grenzen

  • Atme langsam und bewusst, wenn du dich unwohl fühlst


Wenn du mehr über professionelle Begleitung erfahren möchtest, kann ich dir auch meine Breathwork Sessions empfehlen. Dort lernst du Schritt für Schritt, wie du sicher und effektiv arbeitest.


Frontale Ansicht einer Person, die entspannt auf einem Meditationskissen sitzt

Entspannung und Sicherheit sind wichtige Elemente bei Breathwork.


Fazit


Kribbeln, verkrampfte Hände, Zittern oder Tränen während einer Breathwork-Session sind oft normale Reaktionen deines Körpers und Nervensystems. Sie zeigen, dass dein Körper auf die veränderte Atmung reagiert und sich auf einer tiefen Ebene öffnet. Das kann manchmal beängstigend sein, ist aber meist ein Teil des Heilungsprozesses.


Wichtig ist, dass du Breathwork nicht alleine machst, wenn du neu bist oder intensive Reaktionen erwartest. Professionelle Begleitung sorgt für Sicherheit und Unterstützung. Gleichzeitig solltest du auf deinen Körper hören und bei gesundheitlichen Problemen vorsichtig sein.


Breathwork kann dir helfen, mehr Ruhe, Klarheit und Verbindung zu dir selbst zu finden. Wenn du dich dafür interessierst, schau dir gerne die Angebote von Breathwork an. Dort findest du erfahrene Begleiter, die dich auf deinem Weg unterstützen.


Ich wünsche dir eine gute und sichere Erfahrung mit Breathwork. Bleib achtsam und gib dir Zeit, dich auf diesen Prozess einzulassen. Dein Körper und dein Geist werden es dir danken.


In Liebe,

Olivia

 
 
 

Kommentare


bottom of page